Skination Schweiz – Erfolg heute, Herausforderung morgen?

Die Schweiz ist noch immer eine Skination. Das zeigen die aktuellen Resultate von Gut oder Feuz. Und doch: Heute sind kleine Teams wie die Norweger besser, und morgen könnten der Schweiz immer mehr Skitalente verloren gehen.

Mit Lukas Studer diskutieren Swiss-Ski-Direktor Markus Wolf, die ehemalige Rennfahrerin Corinne Schmidhauser sowie SRF-Skiexperte Michael Bont. Eine Sondersendung aus dem Studio mit Publikum und Gästen.

Gut, Holdener, Janka oder Feuz: Die Schweiz hat diese Saison erfreulich starke Skifahrerinnen und Skifahrer, Skirennen sind am Bildschirm Publikumsmagnete. Und doch fahren kleine Teams wie Norwegen den Schweizern um die Ohren. Die Spezialsendung von «sportlounge» zeigt, was die Norweger besser machen, und zeigt die Herausforderungen, die in Zukunft auf die Skination Schweiz warten. Denn trotz zahlreicher Juniorenerfolge der Schweizer schaffen es – verglichen mit dem Ausland – zu wenige an die Spitze. Auch längerfristig droht Ungemach. Immer weniger Kinder fahren Ski. Im Bündnerland oder im Bernbiet belegen 30 Prozent weniger Jugendliche einen J&S-Kurs als vor zehn Jahren. Wie entwickelt sich der Skisport in der Schweiz? Die Diskussionsrunde mit der Slalomweltcup-Gewinnerin 1987 und Leiterin der grössten Schweizer Sportschule Corinne Schmidhauser, mit dem Sportchef von Swiss Ski Markus Wolf und dem Skiexperten von SRF Michael Bont.

Beiträge

  • Die starke Saison – Skifahren ist noch immer Nationalsport

    Lara Gut steht vor dem Sieg im Gesamtweltcup. Carlo Janka gewinnt seinen ersten Super-G. Bei der Abfahrt in Kitzbühel sind die Schweizer mit Feuz als Zweitem, Janka als Drittem und Gisin als Fünftplatziertem die Topnation. Laufen Skirennen am Fernsehen, schalten die Schweizerinnen und Schweizer noch immer zahlreich ein, auch die Jungen. Und doch dürfen die guten Resultate nicht über Probleme hinweg täuschen. Gerade das Männerteam ist allzu abhängig von seinen körperlich fragilen Topleuten und steht in der Nationenwertung nur auf Rang 5.

  • Vorbild Norwegen – das machen sie besser

    Keine Mannschaft ist derart erfolgreich wie das norwegische Männerteam. Die «sportlounge» besucht das Team auf der Suche nach Gründen. Sie sind die Ersten auf der Piste. Insider behaupten, die Norweger seien fleissiger; und selbst im Trockentraining leben sie den Wettkampfgeist. Insider loben die kompetitive und trotzdem hervorragende Stimmung im norwegischen Team. Dazu kommt eine hervorragende sportwissenschaftliche Betreuung des Olympiazentrums in Oslo, wo die Norweger den ganzen Sommer über geschlossen trainieren.

  • Verlorene Talente – Schweiz verliert Nachwuchs

    Reto Schmidiger gewinnt zwischen 2010 und 2012 vier Junioren-WM-Medaillen. Die «sportlounge» trifft ihn in Jaun bei einem FIS-Rennen. Bis heute hat er sich nicht an der Weltspitze etabliert. Schmidiger ist nur eines von vielen Schweizer Beispielen, die den Schritt vom Juniorentalent zum erfolgreichen Weltcupfahrer nicht schaffen. Kein Land hat in den vergangenen zehn Jahren mehr Top-Ten-Plätze bei Junioren-Weltmeisterschaften erreicht. Aber auch kein Land verliert gemäss Untersuchung von Swiss Ski derart viele Talente auf dem Weg in den Weltcup.

  • Skilose Zukunft – immer weniger Kinder fahren Ski

    Sie sind die Basis für die Schweizer Skierfolge der Zukunft: die Kinder und Jugendlichen. Doch immer weniger von ihnen fahren Ski. Im Bündnerland oder im Bernbiet belegen 30 Prozent weniger Jugendliche J&S-Kurse als noch vor zehn Jahren. Auch die Anzahl der Schneesportlager geht immer mehr zurück. Skifahren ist aufwendig, Skifahren ist vom Klimawandel betroffen, Skifahren ist bei Kindern mit Migrationshintergrund kaum ein Thema. Und wer doch noch auf die Piste geht, wählt häufig andere Skidisziplinen, wie das immer beliebtere Freestyle. Wohin steuert der alpine Rennsport in der Schweiz?

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