«sportlounge»: Gewalt in und um Stadien

Die Ausschreitungen nach den Fussballspielen in Zürich und St. Gallen vom letzten Mittwoch und die Rauchpetarde, die zum Abbruch des Eishockeyspiels EV Zug - ZSC Lions führte, zeigen: Das Problem «Gewalt in und um Schweizer Stadien» ist von einer Lösung weit entfernt.

 Die Aggressionsherde haben sich vom Inneren der Stadien nach draussen verlegt, die klassischen Hooligans sind durch Chaoten abgelöst worden, die unberechenbarer, wahlloser und noch brutaler vorgehen. Brauchts den gläsernen Fan, um die Gewaltspirale zu durchbrechen? Wo verläuft der Grat zwischen Repression und Prävention?

Über die aktuelle Gewalt-Entwicklung und Möglichkeiten dringend nötiger Massnahmen diskutieren:
Christian Kern, CEO Basel United (Stadionbetreiber St. Jakob-Park).
Karin Keller-Sutter, Polizeidirektorin Kanton St. Gallen.
Pius Valier, Projektleiter «Sicherheit im Sport».
Clemens Friedli, YB-Fan, Dachverband «gäubschwarzsüchtig»

Beiträge

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    Was läuft falsch?

    Pius Valier sieht die aktuellen Gewaltausschreitungen als Resultat von zu wenig konsequentem Handeln in den letzten Jahren. Mehr Einbezug von Fans und Fanarbeitern in den verschiedenen Gremien, gegen Gewalt an Sportanlässen, fordert Clemens Friedli. Karin Keller-Sutter hat sich im Ausland nach Lösungen erkundigt und plädiert dafür, deren Erfolgskonzepte auch in der Schweiz umzusetzen.

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    Sicherheit in Stadien

    Christian Kern spricht über die Illusion, Pyros komplett aus den Stadien zu verbannen. Zeitlich unrealisierbar seien die notwendigen Sicherheitsmassnahmen, die beim Stadioneinlass durchgeführt werden müssten. Karin Keller-Sutter möchte nicht länger zusehen, wie die Fans die Regeln im Stadion diktieren, und sucht deshalb nach Lösungen.

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    Fan-Card und Sitzplätze?

    Die Registrierung sämtlicher Fans mittels einer obligatorischen Fan-Card wünscht sich Pius Valier. Er sieht zudem ein Verbot für Stehplätze in Stadien als probates Mittel, um die Gewalt einzudämmen. Diese zwei Ansätze führen bei Clemens Friedli und Christian Kern zu Unverständnis. Sie sehen darin eine Einschränkung der persönlichen Freiheit und sind überzeugt, dass die Fans auf Stehplätze bestehen.