«sportlounge»: Joseph S. Blatter und die FIFA-WM in Afrika

Elf Tage vor dem Kick-off zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in Südafrika war FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zu Gast in der «sportlounge». Für den Walliser geht mit der ersten WM-Endrunde auf dem afrikanischen Kontinent ein Traum in Erfüllung.

Joseph S. Blatter sprach in der «sportlounge» über die grosse Bedeutung der FIFA WM 2010 für Afrika und für ihn persönlich. Der FIFA-Präsident bezog ebenso Stellung zu kritischen Fragen, die die Nachhaltigkeit dieses Anlasses und die Herausforderungen rund um Ticketing und Sicherheit betreffen. Der mitunter höchste Sportfunktionär der Welt erzählte zudem, was die FIFA unternimmt, damit auch die schwarze Unterschicht die WM-Spiele zu sehen bekommt und wie diese vom Anlass profitieren kann. Das Gespräch führten Regula Späni und Rainer Maria Salzgeber.

Gast:
Joseph S. Blatter, FIFA-Präsident

Beiträge

  • Blatters persönlicher Höhepunkt

    Mit der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika steht für Joseph Blatter der persönliche Höhepunkt seit seinem Amtsantritt als Fifa-Präsident vor der Tür. «Zum ersten Mal schenkt eine grosse Organisation Afrika das Vertrauen, einen Grossanlass durchzuführen», freut sich Blatter. Nicht zuletzt deshalb wird der Fifa-Chef in Afrika auch als guter Mensch bejubelt, der Hoffnung bringt. «Mit der WM können wir Afrika etwas zurückgeben», sagt Blatter.

  • Fifa übernimmt Ticketverkauf selbst

    Neben der Weltmeisterschaft engagiert sich die Fifa in Afrika auch beim Aufbau medizinischer Zentren, etwa zur Bekämpfung des plötzlichen Herztods bei Fussballern. Rund um die Weltmeisterschaft gab es trotzdem kritische Punkte. So wurde in Kapstadt ein neues Stadion gebaut, obwohl bereits zwei ausbaufähige Stadien vorhanden waren. Blatter findet, dass man in Europa jedes Haar in der Suppe sucht, weil man den Afrikanern die WM nicht gönnt.

  • Angst ist kein Thema

    Den Grossteil des Gewinns aus der Weltmeisterschaft will die Fifa solidarisch verteilen. Ein Ziel ist, in Afrika Profiligen zu gründen, damit die jungen Fussballer im eigenen Land bleiben und nicht gezwungen sind, ihr Glück in der Fremde zu suchen. Damit das an die Landesverbände verteilte Geld an den richtigen Ort fliesst, werden seit zehn Jahren jährlich jeweils 20 Verbände kontrolliert; dabei gab es nur zwei grössere negative Überraschungen. Ausserdem sei der grösste Teil der finanziellen Unterstützung ohnehin projektbezogen.