«sportlounge»: Überlebenskampf im Haifischbecken Bundesliga

Und ewig lockt die Bundesliga.

Nicht nur Schweizer Fussballer, auch Schweizer Trainer werden bei der Verlockung «Bundesliga» immer wieder schwach. Die fachliche Kompetenz der Schweizer Trainer ist unbestritten, dennoch entging bis jetzt noch keiner einer vorzeitigen Entlassung. In diesem Jahr traf es Marcel Koller bei Bochum und Lucien Favre bei Hertha BSC Berlin.
 
Früher erlebten Hanspeter Latour und Martin Andermatt das gleiche bittere Ende. Nun hat sich Christian Gross ins Haifischbecken der Bundesliga geworfen. Hat er als Schweizer überhaupt Chancen auf Erfolg?
 
In der «sportlounge» diskutierten Marcel Koller, Hanspeter Latour und René C. Jäggi über das Problem der Schweizer Mentalität im Zusammenhang mit der Bundesliga, über den Umgang mit Medien, Fans und Spielern und über die Spielregeln, die eingehalten werden müssten, um eben doch Erfolg zu haben im Haifischbecken der Bundesliga.
 

Gäste:
Marcel Koller, 5 Saisons Trainer in der Bundesliga bei Köln und Bochum.
Hanspeter Latour, 11 Monate Trainer des 1. FC Köln.
René C. Jäggi, 3 Jahre Vorstandsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern.

Moderation:
Regula Späni

Beiträge

  • Video «Unvorstellbare Dimensionen» abspielen

    Unvorstellbare Dimensionen

    Christian Gross hat der «sportlounge» ein exklusives Interview über seine ersten Erfahrungen beim VfB Stuttgart gegeben. Er spürt bereits nach drei Spielen sehr viel Druck und ein extremes Medieninteresse. «In Deutschland besteht eine hohe Erwartungshaltung gegenüber Neuen», bestätigt Hanspeter Latour. Fussball habe in Deutschland Religionscharakter, so René C. Jäggi. Nur dank der sensationellen Trainerausbildung in der Schweiz würden sie überhaupt ernst genommen.

  • Video «Härtere Umgangsformen» abspielen

    Härtere Umgangsformen

    Um in der Bundesliga anzukommen, musste sich Marcel Koller persönlich verändern. «Es gab kein Jahr in Bochum ohne die Forderung «Koller raus», der Fans.» Hanspeter Latour sieht die Tatsache, dass Schweizer Trainer nur immer bei Klubs die in Schwierigkeit sind angestellt werden, als Vertrauen für ihre gute Arbeit. Anhand von Schlagzeilen Deutscher Zeitungen wird aufgezeigt, wie mit Schweizer Trainern in der Bundesliga umgegangen wird und wie sie wahrgenommen werden.

  • Video «Überlebens- und Erfolgsstrategien» abspielen

    Überlebens- und Erfolgsstrategien

    Welche Strategien braucht Christian Gross um in der Bundesliga Erfolg zu haben? Er verrät im Interview, dass es für ihn wichtig sei innerhalb des Vereins eine gewisse Macht zu haben. Macht, Selbstvertrauen und Schlagfertigkeit sind für alle drei Gäste in der Runde Schlüsselqualifikationen, die man in die Bundesliga mitbringen sollte. René C. Jäggi würde den Vereinen eine spezifische Ausbildung des Trainers im Umgang mit den Medien empfehlen.