«sportlounge»: VfB Stuttgart ganz Gross

Die «sportlounge» warf einen Blick hinter die Kulissen des Bundesliga-Alltags und ins Notizbuch des Erfolgstrainers Christian Gross.

Christian Gross hat den VfB Stuttgart übernommen und als bestes Bundesliga-Team der Rückrunde vom 16. auf den 6. Platz geführt. Dank ihm haben die Schwaben die Abstiegsangst längst vergessen und träumen bereits wieder von Europa. Die akribische, detailverliebte Arbeit von Christian Gross wird ebenso gerühmt wie sein Gespür für die Spieler. Seine distanzierten, aber respektvollen Umgangsformen überraschen in Deutschland.

Nach seiner 10-jährigen Ära beim FC Basel und einem halbjährigen Timeout hat sich Christian Gross mit dem VfB Stuttgart auch in Deutschland innert kürzester Zeit den Stempel «Erfolgstrainer» erarbeitet. «Die hohe Kadenz der Bundesliga kommt mir entgegen», sagt er und meint damit Tage, an denen sich rund um die Uhr alles um Fussball dreht. Woher holt er diese Energie? Was macht Gross neben dem Fussballplatz?

Dass die Lobgesänge sehr schnell verstummen und in scharfe Kritik umschlagen können, sobald der Erfolg ausbleibt, wissen sowohl Gross als auch Rolf Fringer, der zweite Gast. Fringer, von 1995 bis 1996 ebenfalls Trainer des VfB Stuttgart, kennt das Leben zwischen hartem Trainingsalltag, hohen Erwartungen, wechselnden Emotionen und öffentlichem Druck.

Studiogäste: 
Christian Gross, Rolf Fringer, Hansruedi Hasler

Beiträge

  • Video «Optimaler Start beim VfB» abspielen

    Optimaler Start beim VfB

    Als Christian Gross den VfB Stuttgart im Dezember 2009 übernahm, lag dieser auf dem 16. Tabellenrang. Mittlerweile stehen die Schwaben unter Gross auf Rang 6. Innerhalb von 48 Stunden entschied sich Gross damals, den Job anzunehmen. Nur drei Tage später feierte er den ersten Sieg in der Champions League gegen Unirea Urziceni. «Wenn die Mannschaft stagniert, ist ein solcher Sieg enorm wichtig», so Rolf Fringer. Der Sieg gab Luft, um die Qualität nachhaltig zu verbessern.

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    Sein Erfolgsrezept

    Christian Gross‘ Eigenheit ist, dass er jeden Spieler persönlich per Handschlag begrüsst. Auch das Siezen gehört bei Gross zum täglichen Umgang. «Erfolgreiche Trainer geben im Umgang mit den Akteuren ihre Linie strickt durch», weiss auch Hansruedi Hasler. Im Vergleich zu der Zeit als Gross bei Wil Trainer war, hat sich in seinem Umgang mit den Spielern nicht viel verändert. «Die Akteure müssen mich nicht lieben. Aber sie sollten mich mögen. Schliesslich wollen wir zusammen etwas erreichen», so Gross.

  • Video «Privatmensch Christian Gross und seine Zukunft» abspielen

    Privatmensch und seine Zukunft

    Vom Privatmenschen Christian Gross ist nicht viel bekannt. Die «sportlounge» spricht mit dem Erfolgstrainer über seine liebsten Freizeitbeschäftigungen. Bevor es aber für Gross mehr Zeit für seine Hobbies gibt, stehen noch drei Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Der Verein selbst ist bereits auf Spielersuche für die nächste Saison. Grossen Einfluss nimmt der Zürcher dabei jedoch nicht: «Ich dränge mich bewusst nicht vor.» Gross will auch keine alten Weggefährten in seinen Staff einbauen: «Vertrauensleute sind zwar wichtig, Vertrauen kann man sich aber auch erarbeiten», so seine Meinung.