«sportlounge»: Welche Folgen hat der Wettskandal?

Bei über 200 Fussballspielen soll in den letzten Jahren im europäischen Klubfussball manipuliert worden sein. Auch Schweizer Klubs sind vom grössten Wettskandal der Geschichte betroffen.

22 Spiele der Challenge League und 6 Vorbereitungsspiele mit Schweizer Beteiligung werden zurzeit genauer untersucht. Erste Geständnisse von Spielern aus Gossau und Thun sind bereits bekannt, weitere dürften folgen.
 
Wie will die Liga Manipulationen bekämpfen oder gar verhindern? Was tun involvierte Klubs, um den Schaden zu begrenzen? Welche Auswirkungen hat der Wettskandal für die Sportwettenanbieter wie zum Beispiel die Sport Toto Gesellschaft, und wie reagieren Wettprofis auf den Wettskandal?

In der Sportlounge diskutieren:
Thomas Grimm, Präsident Swiss Football League
Markus Stähli, Präsident FC Thun
Roger Hegi, Direktor Sport Toto Gesellschaft, ehemaliger Spitzenfussballer und Trainer

Beiträge

  • Video «Ein Schock für die Challenge League» abspielen

    Ein Schock für die Challenge League

    Markus Stähli erzählt, was beim FC Thun in den letzen Tagen los war und welche Sofortmassnahmen die Clubführung ergriffen hat. Luis Frangao vom FC Winterthur beschreibt die Situation aus der Sicht eines am Wettskandal unbeteiligten Spielers. Thomas Grimm ärgert sich, dass die wenigen manipulierten Spiele ein schlechtes Licht auf den gesamten Fussball werfen.

  • Video «Wie funktionieren Wetten?» abspielen

    Wie funktionieren Wetten?

    In einem Beitrag werden die diversen möglichen Wetten aufgezeigt, die auf jedes Spiel eingegangen werden können. Zudem wird klar, dass man auf irgendein Spiel setzen kann – ganz egal, wo es stattfindet. Roger Hegi betont, dass Wetten auf die manipulierten Schweizer Spiele vor allem in Asien platziert wurden. Markus Stähli begründet, wieso alle Thuner Spieler eine Erklärung unterschreiben mussten, dass sie nicht betrogen haben.

  • Video «Massnahmen für mehr Fairness» abspielen

    Massnahmen für mehr Fairness

    Ein Insider erzählt anonym, wie die Betrüger ticken. Roger Hegi will nicht, dass Wetten automatisch mit Betrug gleichgesetzt werden. Ein Zuschauer im Publikum schildert, wie er derzeit bei allen Spielen Situationen erlebt, die den Verdacht auf Betrug in ihm wecken. Ein anderer Zuschauer will die Wettmöglichkeiten deutlich verringert sehen, zurück zum klassischen 1-2-X. Markus Stähli ist es wichtig, dass beim Strafmass für betrügende Spieler die Verhältnismässigkeit gewahrt bleibt. Thomas Grimm erwidert, dass ein gewisses Mass der Abschreckung gegeben sein muss.