«sportlounge»: zwischen Bewunderung und fehlender Beachtung

Video ««sportlounge» am 22.03.2010» abspielen
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Die am Sonntag zu Ende gehenden Paralympics in Vancouver haben beides gezeigt. Beeindruckenden, spektakulären Behindertensport: Vom Schlittenhockey über Biathlon der Sehbehinderten bis zu den Skibobrennen der Alpinen bleibt den Zuschauern oft nur bewunderndes Staunen.

Andererseits konnten die Wettkämpfe in Vancouver nicht verbergen, dass der Behindertensport trotz stetigen, markanten Weiterentwicklungen noch immer auf der Suche nach seiner Ausgestaltung ist, auf der Suche nach Anerkennung. Goldmedaillengewinner, die mit sechs Sekunden Vorsprung oder sogar nach einem Sturz triumphieren, zeigen als Beispiel, dass die optimalen Wettkampfformen noch nicht durchwegs gefunden sind. Kritikpunkte, die auch von Seiten Athleten und Organisatoren zu hören sind und in der sportlounge diskutiert werden.
Weiter geht die Sendung der Frage nach, wie genau die Behinderungsgrade der Sportler definiert und klassifiziert werden, weshalb die Schweiz im internationalen Vergleich der Winterdisziplinen bescheiden abschneidet und wo ein Behindertensportler im Trainingsalltag seine Grenzen erreicht.

Im Studio:
Heinz Frei, Rollstuhlfahrer und 14-facher Goldmedaillengewinner an Winter- und Sommerparalympics
Joachim Röthlisberger, 21-jähriger Behindertensportler mit Ziel Paralympics 2014
Corinne Albani, Physiotherapeutin und Betreuerin im Swiss Disabled Skiteam

Beiträge

  • Video «Spitzensport trotz Hindernissen» abspielen

    Spitzensport trotz Hindernissen

    Der 21-jährige Joachim Röthlisberger hat seit seiner Geburt eine Behinderung seiner Arme. Trotz vielen Hindernissen weiss Röthlisberger sein Leben zu meistern und betreibt zudem noch Ski-Spitzensport. Beim Ausüben seiner Sportart benötigt er Hilfe von Zweitpersonen.

  • Video «Mit Synergien zum Erfolg» abspielen

    Mit Synergien zum Erfolg

    Zwar hat die Schweiz an den Paralympics drei Medaillen gewonnen, trotzdem hat die Schweiz im Vergleich zu den letzten Jahren an Boden verloren. Die Rahmenbedingungen sind hierzulande schlechter wie bei anderen Nationen. „Es mangelt an der Unterstützung seitens Verbänden und Sponsoren. Daher ist ein professionelles Umfeld nicht möglich“, so Frei.

  • Video «Willkür bei der Klassifizierung» abspielen

    Willkür bei der Klassifizierung

    Das Klassifizierungssystem ist für Aussenstehende sehr schwierig zu verstehen. Zudem waren die Klassifizierungen, die einen Athleten nach seinem Behinderungsgrad einstuft, auch in Vancouver einmal mehr Grund für Diskussionen. Bei den Klassifizierungen gibt es laut Heinz Frei für einzelne Athleten durch kleine Tricks immer wieder die Möglichkeit sich «falsch darzustellen». Dadurch kann sich der Athlet im Punktesystem einen Vorteil in seiner Wertung verschaffen.