Die verrückte Welt der Nationalhymnen

Die Welt der Nationalhymnen ist eine verrückte Welt. Nichts ist, wie man meint.

Christoph Blocher singt die Nationalhymne.
Bildlegende: Mit Inbrunst: Christoph Blocher singt die Nationalhymne in Herrliberg 2004. Keystone

El Salvadors Nationalhymne hat französische Wurzeln, komponiert hat sie aber ein Italiener. Israels Nationalhymne hat böhmische Wurzeln, komponiert hat sie aber ein Moldawier. Und der deutschen Nationalhymne liegt ein kroatisches Volkslied zugrunde - ein totales Wirrwarr, aber nicht ungewöhnlich für Nationalhymnen.

Denn in den Nationalhymnen spiegelt sich ein Teil der Weltgeschichte wider: Die Wege von Melodien in alle Himmelsrichtungen sind oft auch Wege von Emigration und Immigration. Und Wege der Kolonialisten.

Zum Nationalfeiertag nehmen wir sie mit in diese Welt und zeigen Ihnen, woher die Hymnen-Melodien kommen, wohin sie gehen. Was es mit den Texten auf sich hat und warum es überhaupt so etwas gibt wie Nationalhymnen.

Autor/in: Mariel Kreis