«Jesus und Judas.» Lesung aus dem Essay von Amos Oz

Als jüdischer Schulbub las Amos Oz die Evangelien und «verliebte» sich in Jesus. Umso mehr schockierte ihn die antijüdische Nachgeschichte, die sich mit der Figur des Judas verbindet.

Amos Oz
Bildlegende: Amos Oz. Imago/Leemage

Amos Oz ist einer der wichtigsten Schriftsteller Israels. Für seinen Roman «Judas» wurde er mit dem christlichen Mount Zion Award ausgezeichnet, der von Benediktinerorden und Universität Luzern vergeben wird. In seinem neuen Essay «Jesus und Judas» erklärt Amos Oz, was ihm Jesus und Judas biographisch bedeuteten. Der Vater von Amos Oz hiess Judas, und seinen Sohn nannte Oz ebenfalls Judas. Aber nicht nur deshalb betrübt es den Schriftsteller, dass in der christlich geprägten Welt «Judas» gleichbedeutend mit «Verräter» ist.
Sie hören eine für die Radiolesung gekürzte Fassung des Essays, gelesen von Egon Fässler.

Buchhinweis:
Amos Oz, Jesus und Judas. Ein Zwischenruf, Übersetzt aus dem Englischen von Susanne Naumann. Mit einem Nachwort von Walter Homolka, Patmos Verlag 2018, ISBN 978-3-8436-1051-3.

Redaktion: Judith Wipfler