Zwischen Ost und West: Jordi Savalls «Dialog der Seelen»

Seit mehr als vierzig Jahren erforscht Jordi Savall nicht nur einfach «alte Musik», sondern den Dialog zwischen den Kulturen.

Ein Musiker, der sich für die Klänge vor 1800 in Europa interessiert, muss natürlich wissen, was jüdische, arabische, keltische, christliche oder andere Kulturen beigetragen haben zu diesem Musikkosmos in Europa. Muss wissen, welche Spuren zu finden sind und wie sie klingen.

Doch der Katalane Jordi Savall ist nicht nur ein Musik-Archäologe, er hat auch einen aktuellen Traum: Dass sich mit Musik nämlich einfacher ein Diskurs zwischen den verschiedenen Kulturen und Religionen finden lässt. Dieses Konzert vom Lucerne Festival lädt zu einem solchen Diskurs ein.

Traditionelle Weisen der jüdischen, muslimischen und christlichen Musik aus dem Mittelmeerraum: aus Algerien, Armenien, Frankreich, Griechenland, Israel, Italien, Marokko, Syrien und der Türkei.

Hespèrion XXI
Jordi Savall Vièle à archet, Lyra und Leitung
Lior Elmaleh Gesang
Gürsoy Dinçer Gesang
Aikaterini Papadopoulou, Gesang
Haïg Sarikouyoumdjian, Duduk
Yurdal Tokcan, Oud
Hakan Güngör, Kanun
Dimitri Psonis Santur & Moresca
Pedro Estevan, Schlagzeug

Konzert vom 12. März 2016, Hofkirche Luzern
(Lucerne Festival zu Ostern)

Redaktion: Lea Hagmann