Raketenmänner lassen Raketenglace steigen

Hier kommt die 1. August-Rakete zum Schlecken: Chefkoch Jann Hoffmann und sein Küchengehilfe Philippe Gerber basteln Raketenglace, die kultigste Glace der Schweiz. Erfunden 1969 anlässlich der Mondlandung und bis heute eine der meistverkauften Glacen im Land. Kann man locker selber machen!

Die Glacenauten: Philippe Gerber (links) und Jann Hoffmann.
Bildlegende: Die Glacenauten: Philippe Gerber (links) und Jann Hoffmann. SRF 3

Die Amis erfanden die Rakete zur Mondlandung, aber die Rakete zum Schlecken wurde in der Schweiz erfunden. Ein gelungener Marketing-Gag mit nachhaltiger Wirkung: Die Raketenglace hat längst Kultstatus. Das Grundrezept wurde seit dem Start 1969 nie geändert. Die Rakete ist und bleibt eine „erfrischende Wasserglace mit Orangen- und Ananas-Aroma mit knackiger Kakaospitze, heisst es in der Produkte-Beschreibung auf der Website des Herstellers Frisco.

Nun denn, Hoffmann & Gerber nehmen sich die künstlerische Freiheit, dem Original ihren persönlichen Touch zu verleihen: Statt Ananas gibts Zitrone. Und die Form ist noch aerodynamischer.

Ground Control to Major Jann: Raketen sind startklar!

Die Raketenglace ist eine Kinderglace, und mit kindlicher Freude machen sich Hoffmann und Gerber ans Werk: Ein Zitronensorbet für den oberen Teil, eine Orangensaft-Puderzucker-Mischung für den unteren Teil der Rakete. Als Glaceform dienen Cüpligläser aus Plastik: Den Stiel entfernen, die Gläser zur Befestigung in einen Eierkarton stellen.

Nach zwei Gefriergängen die Raketenspitze in flüssige Schoggi tunken, und schon sind die Raketen startklar. Nebenbei fabrizieren die beiden Glaceköche noch einen weiteren Schweizer Klassiker: Eine „Schiterbiig. Den ebenfalls kultigen kalten Guetzli-Schoggi-Cake. Der 1. August kann kommen!

Autor/in: Gaudenz Weber