Warum der Coupe Pêche Melba beinahe Armstrong geheissen hätte

Vor über 100 Jahren erfand der französische Meisterkoch Auguste Escoffier den Coupe Pêche Melba. SRF 3 Chefkoch Jann Hoffmann sagt: Ein perfektes Dessert. Um ein Haar hätte es aber anders geheissen: Coupe Peach Armstrong.

Wenn Köche einer Frau imponieren wollen, kreieren sie ihr ein persönliches Dessert.
Bildlegende: Wenn Köche einer Frau imponieren wollen, kreieren sie ihr ein persönliches Dessert.

Pochierte Pfirsiche, pürierte Himbeeren und Vanille-Glacé. Die Grundkomponenten des Coupes Pêche Melba sind denkbar einfach. Zusammen kombiniert sind sie nichts weniger als himmlisch. SRF 3 Geschmackstüftler Hoffmann setzt auf diese bewährte Kombination. Einzig beim Glacé setzt er auf eine Variation und macht ein frisches Sauerrahm-Glacé für den Coupe.

Weil der Coupe unbestritten gut ist, haben wir Zeit, uns dem Namen des Desserts zu widmen. Es hätte nicht viel gefehlt und der Coupe hätte Peach Armstrong geheissen. Das kam so: Namenspatin war die berühmte von Starkoch Escoffier verehrte Opernsängerin Nellie Melba.

Coupe Emma Calvé? Nie gehört!

Diese hiess eigentlich Helen Porter Mitchell und nach ihrer Heirat Armstrong. Die Ehe ging allerdings in die Brüche, bevor ihre Karriere so richtig in Schwung kam. So landete sie schliesslich bei ihrem Künstlernamen: Nellie Melba.

Und der Coupe Pêche Melba ward erfunden. Es ist übrigens nicht das einzige Dessert, das Escoffier nach einer Prominenten benannt hat. Der Coupe Emma Calvé (ebenfalls eine Sängerin) und die Fraises Sarah Bernhard (nach der Schauspielerin benannt) haben allerdings nie den internationalen kulinarischen Durchbruch geschafft. Der Coupe Pêche Melba hingegen ist zur Institution geworden.

Autor/in: Robin Alder