Wer schnell isst, arbeitet auch schnell

SRF 3 Chefkoch Jann Hoffmann und Philippe Gerber machen Knödel so gut, das selbst Bayern sagen würden: «Mei, san dia guad!» Und wir lernen: manchmal entscheidet sich beim Essen, ob man die Stelle bekommt.

Knödel
Bildlegende: Der Geniesser isst langsam. Dafür ist Essig mit dem neuen Job.

Serviettenknödel. Pilzrahmsauce. Rotkabissalat. Soweit das Menü. Wollen wir zuerst einmal nachschauen, was der grosse bayerische Satiriker Gerhard Polt zur Sache zu sagen hat. Wir finden ein Interview, in dem er zunächst über den üblichen Knödel-Begleiter Schweinebraten philosophiert:

«Wenn man sich auf einen Schweinsbraten einlässt, darf man nicht hektisch sein oder unkonzentriert. Der Bewegungsablauf ist wichtig. Der Gesichtsausdruck, die Art, wie man vorm Teller sitzt. Im Wahlkampf würde ich meine Spitzenpolitiker nur einen Schweinsbraten essen lassen, drei Minuten lang, und dann beobachten, wie sie den Schweinsbraten essen. Dann würde ich wissen, welcher der beste Politiker ist.»

Vorteile für Schnell-Esser

Ein Ausschluss-Verfahren per Schweinsbraten-Essen! So ein Käse! denkt ihr jetzt vielleicht. Darum sei an dieser Stelle auf einen Artikel im NZZ Folio aus dem Jahr 1998 verwiesen. Da erklärt der damalige Chef der Maschinenfirma Santex, Christian Strahm, wie er eine offene Stelle besetzt. Mit Vorliebe geht Strahm mit den Bewerbern ins Restaurant, um zu sehen, wie schnell einer isst. Denn wer schnell esse, könne auch schnell arbeiten.

Solch einem Prozedere kann man vieles vorwerfen. Nur nicht, dass man es schnell wieder vergisst. Aber kehren wir noch einmal zu Gerhard Polt zurück. Mit der Frage: Essen Sie lieber Kartoffelknödel oder Semmelknödel? Polt antwortet: «Das kommt auf den Knödel an.»

The famous Knödel!

DAS KOMMT AUF DEN KNÖDEL AN! Natürlich kommt es auf den Knödel an! Kommt der der Semmel- respektive Serviettenknödel nämlich aus der Küche von Jann Hoffmann und Philippe Gerber, dann ist die Entscheidung eine leichte: The Winner ist the famous Serviettenknödel!

Und zwar in jedem Fall. Zu Schweinsbraten. Oder wie in unserem Fall, schön vegetarisch. Mit Pilzrahmsauce und Rotkabissalat. Und die Knödel schmecken zu jedem Anlass. Im Wahlkampf. Beim Einstellungsgespräch. Oder zu Hause.

Das Rezept? Hier lang. Ab 28.Februar 2014 liegt es bereit.

Autor/in: Robin Alder