Ärzte-Rating: «Man muss Gleiches mit Gleichem vergleichen»

In England sorgt ein neues Bewertungsportal derzeit für Diskussionen: Patienten bewerten darin ihre Chirurgen. Zusätzlich gibt eine Statistik Auskunft über die Mortalitätsrate bei chirurgischen Eingriffen.

Das alles diene dem Wohle des Patienten, heisst es beim National Health Service NHS - der Stiftung hinter dem Portal. Chirurgen hätten ihren Patienten gegenüber eine moralische Verpflichtung zur Transparenz.

So ein Portal wäre dereinst auch in der Schweiz möglich, sagt Gert Printzen, Vorstandsmitglied der Schweizer Ärzteverbindung FMH. Doch es gelte zu differenzieren und abzuwägen, welche Daten dafür nötig seien.

Beiträge

  • «Wir wollen den Patienten den richtigen Arzt präsentieren»

    Bewertungsportale im Internet für Ärzte haben in Deutschland und England Hochkonjunktur. In der Schweiz stehen sie am Anfang: Es gibt gerade mal zwei. Negative Kommentare finden sich kaum.

    Schuld daran seien der strenge Datenschutz und die Schweizer Ärzte. Sie würden mit Klagen verhindern, dass auch negative Kritik publiziert werde, monieren die Betreiber.

    Er habe jedoch keine Angst vor Schweizer Ärzten, sagt Beat Burger, Geschäftsführer des Medico-Search-Portals. Seine Plattform habe ihre Hausaufgaben gemacht.

    Salvador Atasoy

  • «Ähnliche Verpackungen bei Medikamenten - da passieren Fehler»

    Patienten bewerten im Internet also immer häufiger ihren Arzt oder ihre Ärztin. Doch auch auf Seite der Spitäler besteht das Bedürfnis, Feedback zu geben, die Qualität der eigenen Arbeit zu messen und Fehler zu diskutieren.

    Dafür gibt es ein eigenes Portal. Die Datenbank CIRRNET, von der «Stiftung Patientensicherheit Schweiz».

    Margrit Leuthold ist Geschäftsführerin von «Patientensicherheit Schweiz» und erklärt, wie CIRRNET funktioniert.

    Anna Lemmenmeier

Autor/in: Salvador Atasoy, Redaktion: Salvador Atasoy