Armenien: 100 Jahre nach dem Völkermord

Armenien gedenkt am Freitag des Völkermordes, bei dem das Osmanische Reich vor 100 Jahren etwa eine Million Armenier getötet hatte. Völkermord - das ist ein Begriff, der umstritten ist.

Beiträge

  • Eriwan: «Die Stimmung ist bedrückend»

    Mehr als 20 Staaten verwenden den Begriff Völkermord, die Türkei aber lehnt den Ausdruck ab. In diesem Spannungsfeld findet denn auch die Gedenkveranstaltung in Armeniens Hauptstadt Eriwan statt.

    Der Tag habe eine grosse Bedeutung für die Armenierinnen und Armenier, sagt Hermann Krause, Korrespondent der ARD. Er ist zurzeit in Eriwan

    Salvador Atasoy

  • Heiligsprechung der rund 1.5 Millionen Völkermordopfer

    Heute Nachmittag spricht die armenisch-apostolische Kirche die rund 1,5 Millionen armenischen Genozid-Opfer heilig. Es ist die grösste Massenheiligsprechung in der Geschichte.

    Der Anlass findet in der Hauptkathedrale der armenisch-apostolischen Kirche statt, in der armenischen Stadt Etchmiadzin. Papst Franziskus unterstützt die Heiligsprechung, ist selber aber bei der Zeremonie nicht anwesend.

    Mario Galgano ist Journalist bei Radio Vatikan. Im Gespräch mit Daniel Eisner erklärt er, was die armenische Kirche mit der Heiligsprechung der Opfer bezweckt.

    Eliane Leiser

Autor/in: Eliane Leiser, Redaktion: Salvador Atasoy