Bundesämter wegen Auftragsvergaben in der Kritik

Schon wieder ist ein Bundesamt in die Kritik geraten. Diesmal das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie. Meteo-Schweiz habe bei den Aufträgen an Privatfirmen gegen die Regeln verstossen, urteilt die eidgenössische Finanzkontrolle.

Die Schatten von Mitgliedern der Wettbewerbskommission WEKO während ihrer Jahresmedienkonferenz im April in Bern
Bildlegende: Aufträge aus dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie wurden zerstückelt und in kleinen Tranchen vergeben, damit das Bundesamt die Aufträge nicht öffentlich ausschreiben musste. Damit ersparte es sich vor allem viel Arbeit, denn die Auschreibeverfahren sind aufwendig. Keystone

Solche Kritik scheint sich zu häufen. Beim Bundesamt für Bauten, beim Bundesamt für Energie, beim Bundesamt für Informatik: Immer wieder gab es negative Schlagzeilen, immer wieder der Vorwurf, es habe Verstösse gegeben. Der Jurist Martin Beyeler lehrt an der Universität Freiburg zum Thema Bau und Vergaberecht. Er glaubt nicht, dass die Verstösse flächendeckend geschehen. Selten sei kriminelle Absicht dahinter.

Autor/in: Tina Herren, Redaktion: Claudia Weber