Der Favorit setzt sich durch: Erdogan ist gewählt

  • Mittwoch, 6. August 2014, 9:20 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 6. August 2014, 9:20 Uhr, Radio SRF 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 7. August 2014, 9:20 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Freitag, 8. August 2014, 9:20 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Montag, 11. August 2014, 9:20 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Dienstag, 12. August 2014, 9:20 Uhr, Radio SRF 4 News

Der bisherige Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan gewinnt die Präsidentschaftswahl in der Türkei mit 52 Prozent. Im Vorfeld der Wahl haben wir Gespräche geführt über die Figur Erdogan, den wirtschaftlichen Boom der letzten Jahre und das politische System in der Türkei.

Beiträge

  • «Erdogan geht es darum, das politische System zu kontrollieren»

    Ministerpräsident Erdogan hat in den vergangenen Jahren an der Macht die Medien unter die Kontrolle seiner Partei AKP gebracht, den Einfluss der Armee beschnitten und den Geheimdienst massiv ausgebaut.

    Doch Erdogan habe gleichzeitig auch viel zur Demokratisierung des Landes beigetragen, sagt Ekrem Eddy Güzeldere, er ist politischer Analyst und wohnt in Istanbul. Doch das politische System trage zunehmend autoritäre Züge.

    Salvador Atasoy

  • «Der Einfluss Erdogans auf die Medien ist riesig»

    Ministerpräsident Erdogan hat die vergangenen zehn Jahre genutzt, um das politische System massiv zu prägen. Kritiker sagen: nach seinen eigenen Vorstellungen - und zu seinem Vorteil.Für das wird er in Europa massiv kritisiert.

    Doch in der Türkei sei die Kritik wesentlich verhaltener, sagt Ekrem Eddy Güzeldere, er ist politischer Analyst und wohnt in Istanbul.

    Salvador Atasoy

  • Die Stadt Kayseri liegt auf 1000 Metern über Meer, am Fusse eines grossen Vulkans,

    Das Herz der anatolischen Bevölkerung schlägt für Erdogan

    Wenn es um seine politische Karriere geht, denkt der türkische Premier Erdogan in grossem Zeithorizont. Er will die Geschicke der Türkei noch lange lenken. Am kommenden Sonntag wählen Türkinnen und Türken ihren Präsidenten erstmals direkt.

    Die urbane, junge Stadtbevölkerung mag Erdogan ablehnen, aber im Herzen Anatoliens wird er verehrt und geliebt. Reportage aus Kayseri.

    Iren Meier

  • Arbeiterinnen in einer Schokoladefabrik im anatolischen Konya.

    Zentral-Anatolien stärkt Erdogan den Rücken

    Der türkische Ministerpräsiden Erdogan hat in Zentral-Anatolien eine treue Anhängerschaft. Die Region profitiert vom Wirtschaftsaufschwunng, und die islamisch-konservative Politik der Regierungspartei AKP entspricht der Lebenshaltung der Bevölkerung.

    Die Stadt Konya im Herzen Anatoliens zeigt das. Eine Reportage.

    Iren Meier

  • «Viele Auslandstürken sind stark politisiert»

    Zum ersten Mal können die Türkinnen und Türken ihren Staatspräsidenten direkt wählen. Nicht nur in der Türkei, sondern auch im Ausland.

    Wie erleben Türken in der Schweiz diese Wahl?

    Einer der sich hier an dieser Wahl beteiligt hat ist Ali Nalbant - geboren in Ankara, lebt er seit 1994 in der Schweiz und arbeitet hier als Türkei-Berater bei Swisstürk. Im Gespräch erklärt er, wie das Abstimmungs-Prozedere funktioniert.

    Salvador Atasoy

  • «Mustafa Kemal ist nach wie vor hoch präsent»

    Ministerpräsident Erdogan wird von seinen Befürwortern oft mit Staatsgründer Atatürk verglichen. Doch wie viel Atatürk steckt denn überhaupt noch in der heutigen Türkei?

    Eine ganze Menge, sagt Hans-Lukas Kieser, Historiker an der Universität Zürich. Atatürk sei nach wie vor massiv wichtig - und für jeden Politiker, der erfolgreich sein wolle eine zwingende Referenz.

    Salvador Atasoy

  • «Wir befinden uns in einer post-kemalistischen Phase»

    Erdogan vergleicht sich oft mit dem Staatsgründer der modernen Türkei, mit Mustafa Kemal, Übername: Atatürk (Vater aller Türken).

    Doch wieviel Atatürk steckt in Erdogan?

    Eine Bezugnahme auf Atatürk liege nahe - auch wenn die historischen Hintergründe verschieden seien, sagt Hans-Lukas Kieser, Historiker an der Universität Zürich.

    Salvador Atasoy

  • «Fragen sie besser: was hat sich im Land nicht verändert?»

    Welche Entwicklung hat die Türkei in den vergangenen 11 Jahren unter Erdogan durchgemacht? Eine mögliche Antwort liefert die Sicht auf die türkische Wirtschaft. Denn in den vergangenen 10 Jahren habe die Türkei einen enormen Aufschwung erlebt, sagt Mehmet Yildirimli.

    Er ist Leiter des Swiss Business Hub in der Türkei und lebt in Istanbul.

    Salvador Atasoy

  • «Die Gezi-Demonstrationen haben die Unternehmer mehr beschäftigt»

    Die Türkei steht vor einer richtungsweisenden Wahl.

    Gerade für die Schweizer Wirtschaft ist die Türkei ein wichtiges Investitionsland - mehr als 2 Milliarden Franken investierten Schweizer Unternehmen alleine 2013.

    Doch die Schweizer Unternehmer beschäftige die anstehende Wahl kaum, sagt Mehmet Yildirimli. Er ist Leiter des Swiss Business Hub in der Türkei und lebt in Istanbul.

    Salvador Atasoy