«Der Pulitzer-Preis wird überleben»

Zum 100. Mal werden in New York heute die Pulitzer-Preise verliehen. Es ist die höchste Ehre für investigative Arbeit von Journalisten. Und trotz Kostendruck und Restrukturierungen werden sowohl der Preis wie auch der Qualitätsjournalismus überleben. Investigativ-Journalist Hans Leyendecker.

Ein scharzes Schild mit weisser Aufschrift «The Pulitzer Prizes», darunter steht eine Gruppen von Menschen.
Bildlegende: Frühere Preisträger des Pulitzer Preises an einer Feier im «Newseum» in Washington. Reuters (Archiv)

Hans Leyendecker leitet die Investigativ-Abteilung bei der Süddeutschen Zeitung und koordiniert die Enthüllungsarbeiten zu den Panama Papers. Genau diese neuen Arbeitsformen, bei denen die Journalisten gemeinsam an einem Thema arbeiten, würden weiterhin Qualitätsjournalismus ermöglichen.

Trotzdem sieht Leyendecker konkrete Gefahren. Solche sieht er einerseits im Spardruck, aber auch in einer Art Wettrennen, das sich viele Journalisten liefern: «Sie wollen mit einer Nachricht unbedingt vorne sein, die aber möglicherweise gar keine ist.»

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Philippe Chappuis