«Der Strafvollzug steht unter Druck»

Wenn jemand wegen einer psychischen Störung straffällig wird, müsste er eigentlich therapiert werden. Doch offenbar fehlt es in der Schweiz an Therapieplätzen für solche Straftäter.

Aussenansicht eines Gefängnisses; aufgenommen im Januar 2016.
Bildlegende: Einerseits fehlt es an Geld, um psychisch kranke Straftäter zu therapieren. Andererseits wehren sich Straftäter gegen diesen Missstand mit Klagen, die den Steuerzahler dann wiederum viel kosten. Keystone

Weil die Kantone nicht bezahlen wollten, fehlen laut der «SonntagsZeitung» rund 300 Therapieplätze. Also werden manche psychisch kranke Straftäte ohne Therapie in ein Gefängnis gesteckt. Dagegen klagten nun immer mehr Straftäter bis vor Bundesgericht.
Beat Villiger ist Zuger Regierungsrat und Vizepräsident der Konferenz der kantonalen Justiz und Polizeidirektoren. Er sagt, dass sich eine Arbeitsgruppe dem Problem widme; der Strafvollzug stehe tatsächlich sehr unter Druck. Man wisse aber auch nicht, was solche Therapien bringen.

Autor/in: Hans Ineichen, Redaktion: Claudia Weber