«Die Beteiligten haben sich Zeit gekauft – teure Zeit»

Die Euro-Finanzminister haben sich geeinigt: Griechenland erhält eine weitere Finanzspritze von rund zehn Milliarden Euro, ausserdem soll es Schuldenerleichterungen geben. Damit kommt die Euro-Gruppe dem IWF entgegen, der diese Entlastung für Griechenland schon länger fordert.

Vorne links im Bild steht Jeroen Dijsselbloem, der Chef der Eurogruppe, mit nachdenklichem Gesichtsausdruck und der Hand vor dem Mund. Rechts hinter ihm steht Efkledis Tsakalotos, der Griechische Finanzminister, in derselben Haltung.
Bildlegende: Wie weiter? Jeroen Dijsselbloem, Chef der Eurogruppe, und Efkledis Tsakalotos, Finanzminister Griechenlands, grübeln bei den Verhandlungen über die besten Lösungen für Griechenlands Finanzprobleme. Keystone

Der Ökonom Jens Bastian lebt schon lange in Griechenland, bis 2013 war er in der Griechenland-Task-Force der Europäischen Kommission. Bastian sagt zur neuesten Finanzspritze: «In der Frage nach einer Schuldenerleichterung oder gar einem Schuldenschnitt sind sich die Beteiligten noch nicht einig. Sie haben sich daher Zeit gekauft - teure Zeit.»

Autor/in: Andrea Christen, Redaktion: Nadine Felber