«Die Israelis fühlen sich durch die Etikettierung schikaniert»

In Israel ist die Verärgerung gross über eine neue EU-Richtlinie. Die legt fest, wie Produkte aus israelischen Siedlungen angeschrieben werden. Besonders Früchte, aber auch andere Waren aus besetzten Gebieten dürfen laut der EU-Kommission nicht mehr als „Made in Israel bezeichnet werden.

Biskuits, die in jüdischen Siedlungen hergestellt wurden, liegen aufgestapelt in einem Supermarkt.
Bildlegende: Produkte aus besetzten Gebieten sollen künftig etikettiert werden. Keystone

Die israelische Regierung ist erzürnt über die Massnahme und hat diplomatische Konsequenzen angedroht. Die neue Etiketten-Regelung komme einem Boykott gleich. Gisela Dachs ist Journalistin in Tel Aviv. Sie sagt: «Das Ganze trägt sicher nicht zu besseren Beziehungen zwischen der EU und Israel bei.»

Autor/in: Hans Ineichen, Redaktion: Susanne Stöckl