Die Linken in der Krise: «Lateinamerika muss sich neu erfinden»

Die linken Regierungen in Lateinamerika sind in der Krise. In Venezuela und Kuba ist sie dauerhaft. Argentinien wiederum hat nach jahrelanger linker Herrschaft unter Cristina Kirchner seit Monaten eine rechtsliberale Regierung. Nun könnte dasselbe auch in Brasilien passieren.

Anti-Regierungs-Demonstranten in Rio de Janeiro.
Bildlegende: Die Anhänger von Rousseffs Gegner hoffen auf einen Neubeginn. Keystone

Präsidentin Rousseff droht abgesetzt zu werden. Damit wäre die Linke auch im grössten lateinamerikanischen Land ziemlich sicher am Ende. Günther Maihold ist stellvertretender Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin und Lateinamerikaexperte. Er meint: Die Regierungskrise in Brasilien läute sicher nicht das Ende der linken Ära in Lateinamerika ein.

Autor/in: Iwan Santoro, Redaktion: Susanne Stöckl