«Die Probleme bei CETA sind auch schlecht für andere Abkommen»

Auch wenn der kanadische Premierminister Trudeau zum Kanada-EU Gipfel nach Brüssel reist: CETA ist blockiert, weil sich die Wallonen dagegen wehren. Das zeigt, wie schwierig der Abschluss von solchen Freihandelsabkommen ist und wie leicht die EU ihre Position als Verhandlungspartnerin gefährdet.

Bild einer Anti-CETA Kundgebung: Der Kopf einer Frau schaut über ein Transparent, auf dem «Stop CETA» zu lesen ist.
Bildlegende: Eine Demonstrantin protestiert gegen das Freihandelsabkommen mit Kanada. Reuters

SRF-Wirtschaftsredaktorin Maren Peters erklärt, warum Freihandelsabkommen im Moment einen schweren Stand haben. Es stimmt, dass die Globalisierung viele Jobs vernichtet hat. Nicht nur in der Wallonie. Einfache Jobs wurden in Billiglohnländer verlagert. Aber vielfach waren es die Länder die es versäumt haben, diese betroffenen Menschen weiterzubilden, oder aber für eine soziale Abfederung zu sorgen. Insgesamt hat die Globalisierung mehr Wohlstand gebracht, aber der wurde nicht gleichmässig verteilt.

Die harzigen Verhandlungen sind aber schlecht für noch grössere Abkommen. Das wird im Moment zum Beispiel auch im US-Wahlkampf erkennbar.

Autor/in: Claudia Weber, Redaktion: Philippe Chappuis