Die vorgezogenen Neuwahlen in Spanien bringen keine Klarheit

Die Spanier setzen nach dem Brexit auf Stabilität und stärken ihren Regierungschef Rajoy. Allerdings brauchen die Konservativen trotz ihres Erfolgs bei der Neuwahl einen Koalitionspartner. Bisher aber wollte niemand mit Rajoy koalieren.

Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy feiert mit Parteimitgliedern die Ergebnisse ihrer Partei.
Bildlegende: Es bleibt fast alles wie gehabt. Das ist der erste Eindruck nach den vorgezogenen Neuwahlen in Spanien. Die Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy gewinnt, hat aber weiterhin keine klare Mehrheit im Parlament. Keystone

Die Neuwahlen in Spanien haben auf den ersten Blick nicht viel Neues gebracht. Die konservative Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy ist nach wie vor stärktste Kraft. Eine absolute Mehrheit hat sie aber verfehlt.

Auf Platz zwei bleiben die Sozialisten, sie haben aber Sitze verloren und erreichen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Hinter den Erwartungen zurück bleibt auch die Allianz um die Linkspartei Podemos, die gleich viele Sitze wie beim letzten Wahlgang im Dezember erreicht. Und auch die liberalen Ciudadanos büssen Stimmen ein.

Der erwartete Linksruck ist also ausgeblieben, und die Konservativen können nach wie vor nicht alleine regieren.

Im Grunde ist das Wahlergebnis eine Neuauflage des letzten, sagt unserer frühere langjährige Iberienkorrespondent Alexander Gschwind.

Autor/in: Tina Herren, Redaktion: Claudia Weber