Doping im Spitzensport

Das Thema Doping begleitet mittlerweile jede Spitzensportveranstaltung. In jüngster Zeit ist die Leichtathletik vermehrt in den Fokus gerückt - auch im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft, die derzeit in Peking läuft.

In der Schweiz wurden letztes Jahr fast ein Viertel der Dopingkontrollen in der Leichtathletik durchgeführt - Tendenz steigend. Trotzdem, die Athleten sind den Kontrolleuren noch immer einen Schritt voraus.

Beiträge

  • «Die Resultate sind mit Vorsicht zu geniessen»

    Ein Rekord hier - eine Medaille dort - in diesen Tagen messen sich in Peking ja die Besten. An der Leichtathletik-WM. Doch spätestens seit den Recherchen der ARD und der Sunday Times ist klar: Tausende Sportler hatten in der Vergangenheit auffällige Blutwerte.

    Besonders brisant: der internationlae Leichtathletikverband IAAF verzichtete auf weitere Ermittlungen. Und das obwohl er davon wusste.

    Kann man den aktuellen Resultaten aus Peking also trauen?

    Die Resultate seien zumindest mit Vorsicht zu geniessen, sagt Doping-Experte und Autor der ARD-Recherchen, Hajo Seppelt.

    Matthias Heim

  • «Oft gibt es ein gerichtliches Nachspiel. Das schreckt ab»

    Kaum erzielen Athletinnen und Athleten Spitzenergebnisse, heisst es schnell einmal: Doping. Besonders jetzt, an der Leichtathletik WM in Peking.

    Eine ARD-Dokumentation hat jüngst aufgezeigt, dass Doping weit verbreiteter ist, als bisher bekannt. Der internationale Leichtathletik-Verband ging zudem vielen Verdachtsfällen gar nicht erst nach.

    Wieso greift da die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA nicht ein?

    Ein positiver Befund ziehe in vielen Fällen ein gerichtliches Nachspiel mit sich. Und das schrecke viele ab, sagt Gianfranco Kasper - Mitglied im Exekutivausschuss der Anti-Doping-Agentur «WADA».

    Simone Weber

Autor/in: Daniel Theis