Ein Jahr nach der Katastrophe in der Textilfabrik in Bangladesh

Es war ein Unglück, das weltweit Schlagzeilen machte: Der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes. Über 1100 Personen starben, rund 2500 wurden verletzt. Die Opfer waren Textilarbeiterinnen und Textilarbeiter, die dort in Fabriken Kleidungsstücke fertigten.

Wir reden mit einer Vertreterin der Nichtregierungsorganisation "Erklärung von Bern" und einem Sprecher der Migros über die Folgen dieser tödlichen Katastrophe in der Textilbranche.

Beiträge

  • «Die Firmen wollen nicht zugeben, dass sie mitschuldig sind.»

    Um die Opfer und Hinterbliebenen zu entschädigen, sollten 40 Millionen Dollar zusammenkommen. Das sieht ein Abkommen vor. Doch bis heute haben die Firmen, die damals im Rana Plaza produzierten, nur 15 Millionen Dollar einbezahlt. Silvie Lang von der Erklärung von Bern ist empört darüber.

    Lukas Mäder

  • «Die Migros könnte sich ein Imageproblem gar nicht leisten»

    Ein Jahr nach dem Unglück gibt es ein Sicherheitsabkommen. Westliche Kleiderfirmen verpflichten sich dabei, die Fabriken ihrer Hersteller in Bangladesh auf die Sicherheit überprüfen zu lassen - von unabhängigen Inspektoren. Nicht dabei von den Schweizer Firmen ist die Migros.

    Urs Peter Naef, Mediensprecher der Migros erklärt, warum die Migros das Abkommen nicht unterzeichnet hat.

    Barbara Peter

Redaktion: Hans Ineichen