Erdogan wieder Alleinherrscher

Der türkische Präsident Erdogan hat es geschafft. Seine Partei AKP kann mit fast 50 Prozent der Stimmen wieder allein regieren. Die Kurdenpartei HDP kommt mit gut 10 Prozent nur knapp ins Parlament.

Bei der letzten Wahl im Juni hatte die AKP ihre Mehrheit verloren. Auch, weil es der HDP auf Anhieb gelang, ins Parlament einzuziehen. Dann spitzte sich der Kurdenkonflikt zu und es gab eine Reihe von Terroranschlägen.

Beiträge

  • «Lieber AKP als Instabilität»

    Der Triumpf der AKP hat mehrere Gründe, sagt die Journalistin Luise Sammann in Istanbul. Einerseits haben die Oppositionsparteien versagt. Andererseits garantiert die AKP für Stabilität: Das Chaos nach der Wahl im Juni machte vielen Türken Angst.

    Susanne Schmugge

  • «Erdogan wird in den nächsten vier Jahren der starke Mann sein»

    Alle Wahlprognostiker in der Türkei haben sich ziemlich verhauen: Präsident Recep Tayip Erdogan kann wieder alleine regieren. Der Journalist Ekrem Eddy Güzeldere in Izmir erwartet, dass sich die Situation in der Türkei nun beruhigt.

    Die tieferen Konflikte im Land - zum Beispiel die Kurdenfrage - würden aber weiter brodeln.

    Miriam Knecht

  • «Dieses Wahlresultat könnte die Türkei in ein Chaos stürzen»

    Der überaus deutliche Wahlsieg der Regierungspartei AKP beschäftigt auch die Türkinnen und Türken, die in der Schweiz leben. Und mit ihnen die türkischen Kurden. Der Kurde Mustafa Atici lebt seit mehr als 20 Jahren hier.

    Er ist Unternehmer in der Gastronomie und Vizepräsident der SP Basel-Stadt. Daniel Eisner fragte ihn, wie er den klaren Wahlsieg der AKP und von Präsident Erdogan interpretiere.

    Miriam Knecht

Redaktion: Claudia Weber