«Es könnte sein, dass Syrer in der Türkei keine Jobs mehr finden»

Die Türkei spielt für die EU eine Schlüsselrolle bei der Flüchtlingskrise. Sie soll verhindern, dass weiterhin syrische Flüchtlinge in grosser Zahl nach Westeuropa kommen.

Auf dem Bild ist die türkische Flagge hinter Stacheldrahtzaun zu sehen.
Bildlegende: Die Kehrseite des Gesetzes: Türkische Arbeitgeber müssen auch syrischen Beschäftigten den Mindestlohn zahlen. Syrer werden so zu Konkurrenten auf dem Arbeitsmarkt. Das hat fatale Folgen: Türkische Arbeitgeber würden kaum noch Syrer einstellen. Keystone

Deutschland will darum die Entwicklungshilfe für die Türkei deutlich erhöhen, von 36 auf 50 Millionen Euro. Das Ziel: Bessere Lebensbedingungen für die Syrer in der Türkei. Zweieinhalb Millionen sind dorthin geflohen, und leben oft unter erbärmlichen Bedingungen. Nun soll die Situation der Syrer in der Türkei verbessert werden. Sie sollen legal arbeiten dürfen bei einen Mindestlohn von umgerechnet knapp 450 Franken pro Monat. So können syrische Flüchtlinge seit Kurzem eine Arbeitsgenehmigung beantragen, wenn sie schon 6 Monate im Land sind. Das sei bahnbrechend, könnte aber auch fatale Folgen haben für die Syrer sagt die Journalistin Luise Sammann in Istanbul.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Claudia Weber