EU-Sondergipfel zu Flüchtlingen

Am Donnerstag treffen sich in Brüssel die EU-Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel. Thema ist die Flüchtlingsmisere: innerhalb weniger Tage waren auf dem Weg von Afrika nach Europa mehr als tausend Flüchtlinge ertrunken.

Beiträge

  • «Die Methode funktioniert - fragt sich nur zu welchem Preis»

    Die Hardliner fordern eine stärkere Abschreckungspolitik und verweisen auf Australien.

    Seit Tony Abbott sein Amt 2013 als Regierungschef angetreten hat, werden Flüchtlingsboote vor Australien systematisch abgefangen.
    Menschenrechtler verurteilen die Methoden aufs Schärfste.

    Die Zahl sei von etwa 12'000 Flüchtlingen pro Jahr auf praktisch null gesunken, sagt unser Mitarbeiter in Sydney, Urs Wälterlin.

    Christoph Kellenberger

  • «Die Leute werden immer auswandern»

    Eines sei klar, sagt der Jurist Celeste Ugochukwu : Wenn es einem schlecht gehe, wolle man immer auswandern - die Bitte zu bleiben werde ignoriert. Selbst dann, wenn klar sei, dass die Überfahrt sehr gefährlich sei.

    Ugochukwu lebt seit mehr als 20 Jahren in der Schweiz - geboren wurde er in Nigeria - heute ist er Mitglied der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus und Präsident des Afrika-Diaspora-Rates. In dieser Funktion hat er Kontakt zu vielen Afrikanern hierzulande.

    Christine Hubacher

Autor/in: Salvador Atasoy