Freihandelsabkommen: «Die Ukraine geht langsam weiter westwärts»

Seit Beginn des neuen Jahres ist das Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Ukraine in Kraft. Journalistin Birgit Schmeitzner in Moskau sagt, was das Abkommen für die Ukraine bedeutet. Und wo die Ukraine noch ihre Hausaufgaben machen muss.

Der ukrainische Premier Arseni Jaseniuk spricht an einem Rednerpult, links von ihm hängt eine ukrainische, rechts von ihm eine europäische Flagge.
Bildlegende: Orientiert sich westwärts: Der ukrainische Premier Arseni Jaseniuk bei seiner Jahresmedienkonferenz in Kiew. Reuters

Das Freihandelsabkommen markierte den Anfang der Unruhen auf dem Maidan vor zwei Jahren und des anschliessenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland. Mit dem Freihandelsabkommen gehe der Weg der Ukraine in Richtung Westen weiter, sagt Birgit Schmeitzner. Aber es werde nur langsam vorangehen: «Die Ukraine muss zuerst ihre Wirtschaft modernisieren und vor allem die Korruption in den Griff bekommen.» Das Umfeld dafür ist sehr schwierig, denn die ukrainische Währung ist im Moment schwach, das Land ist verschuldet. Und dann ist da noch Nachbar Russland, der einiges tue, um die Ukraine zu destabilisieren.

Autor/in: Philippe Chappuis