Frühfranzösisch: «Wenn Thurgau ausschert, ist das ein Risiko»

Die Thurgauer Regierung wird am Freitag bekannt geben, dass die Primarschüler bei ihnen kein Französisch mehr lernen. So hat es nämlich das kantonale Parlament beschlossen.

Christoph Eymann in dunklem Anzug, weissem Hemd und roter Krawatte.
Bildlegende: Christoph Eymann: «Eine Verfassungsverletzung und ein schlechtes Signal für die Westschweiz.» Keystone (Archiv)

Damit würde der Thurgau gegen die Verfassung verstossen. Und überdies den so genannten Fremdsprachenkompromiss verletzen, den die Erziehungsdirektorenkonferenz im 2004 erarbeitet hatte.

Der Präsident der EDK, Christoph Eymann, spricht von einer sehr bedauerlichen Entwicklung. Es sei überdies ein sehr schlechtes Signal für die Westschweiz: «Dort braucht es ebenfalls grosse Überzeugungsarbeit, dass Deutsch gelernt wird. Das würde quasi in Schieflage geraten.»

Autor/in: Susanne Schmugge, Redaktion: Philippe Chappuis