«Für die palästinensische Wirtschaft wird es immer schwieriger»

Die Wirtschaft im Westjordanland und im Gazastreifen wäre ohne israelische Besatzung wesentlich produktiver. Das Bruttoinlandprodukt wäre sogar doppelt so hoch. Zu diesem Schluss kommt die Handels- und Entwicklungskonferenz der UNO in ihrem neusten Bericht.

Vor einem Checkpoint hat sich eine Autoschlange entlang einer Mauer gebildet.
Bildlegende: «Wenn man von einer Stadt in eine andere will, muss man grosse Umwege in Kauf nehmen», sagt Bettina Marx. Keystone

Indem Israel Gebiete besetze und den Zugang zu Wasser und weiteren Ressourcen für Palästinenser erschwere, werde die Wirtschaft der Palästinenser nachhaltig geschwächt, heisst es im UNO-Bericht. So könne nur die Hälfte des Wirtschaftspotenzials ausgeschöpft werden.

Bettina Marx, Leiterin des Büros Ramallah der Heinrich Böll Stiftung, sagt im Gespräch, sie halte die Angaben der UNO für glaubwürdig.

Autor/in: Salvador Atasoy, Redaktion: Susanne Stöckl