Fukushima: Warten auf Rückkehr und Wende in der Energiepolitik

Nach der Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima mussten hunderttausende Menschen ihr Zuhause verlassen. Viele werden auch in absehbarer Zeit nicht zurückkehren dürfen. Gleichzeitig hat die Katastrophe in Japan, aber auch in anderen Ländern, zu einem Umdenken in Sachen Energiepolitik geführt.

Beiträge

  • Die Stadt Namie in der Präfektur Fukushima: 21'000 Menschen durften bis heute nicht zurückkehren.

    «Der Wiederaufbau kommt nur sehr langsam voran»

    19'000 Tote hatte das Erdbeben und die darauffolgende Flutwelle im Nordosten Japans gefordert. Doch da sind auch noch über hunderttausend Menschen, die als Folge von Tsunami und Atomkatastrophe von Fukushima ihre Häuser verlassen mussten.

    Die Folgen der Erdbeben- und Atomkatastrophe seien auch weit über den Jahrestag hinaus jeden Tag zu spüren, erklärt Florian Coulmas, Direktor des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio.

    Barbara Büttner

  • Protestkundgebung gegen die japanische Energiepolitik.

    «Viele Länder haben Mühe, den eingeschlagenen Pfad zu verlassen»

    Die Atomkatastrophe von Fukushima führte in vielen Ländern zu einem neuen Kurs in der Energiepolitik. Deutschland beschloss den Ausstieg aus der Atomenergie, genau so wie die Schweiz, wenn auch nicht in einem ganz so engen Zeitrahmen.

    Rolf Wüstenhagen ist Professor am Institut für Wirtschaft und Ökologie der Uni St. Gallen. Im Gespräch erklärt er, was zwei Jahre nach Fukushima aus diesen Ankündigungen geworden ist und in welchen Ländern die Energiepolitik tatsächlich eine Wende genommen hat.

    Anna Lemmenmeier