Hooligan-Konkordat: «Ein Signal an die ganze Schweiz»

Mit 85 Prozent Ja-Stimmen hat der Kanton Zürich überraschend deutlich ja gesagt zu den verschärften Massnahmen gegen Hooligans. Der Zürcher SP-Sicherheitsdirektor Mario Fehr sieht dies vor allem als Zeichen an die beiden Basel, die dem Konkordat noch immer skeptisch gegenüber stehen.

Für die Gegner ist es eine klare Niederlage. Sie beklagen vor allem, dass man ihnen unterstellt hat, sie würden Gewalt befürworten. Gleichzeitig sind sie davon überzeugt, dass die Anwendung des Konkordates rechtsstaatlich problematisch ist.

Beiträge

  • Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP).

    Fehr: «Bin überzeugt, dass auch die Basler das Konkordat wollen»

    Das deutliche Ja zum Konkordat sei ein Signal an die ganze Schweiz, sagt der Zürcher Sicherheitsdirektor. Das sagt er vor allem an die Adresse des Kantons Basel. Die Bevölkerung solle dort abstimmen, sagt Fehr, und nicht das kantonale Parlament.

    Curdin Vincenz

  • Lucca Maggi von den Jungen Grünen.

    Maggi: «Uns wurde immer unterstellt, dass wir für Gewalt sind»

    Das Argument der Gegner, das Hooligan-Konkordat sei rechtsstaatlich problematisch, vermochte nicht zu überzeugen. Luca Maggi von den Jungen Grünen kommentiert das Abstimmungsresultat und sagt im Gespräch, das Beispiel St. Gallen beweise, dass das Konkordat nicht funktioniere.

    Curdin Vincenz

Redaktion: Philippe Chappuis