Israels Ministerpräsident Netanjahu von Wählern abgestraft

Der Likud-Block von Benjamin Netanjahu hat im neuen Parlament fast ein Viertel der Sitze weniger als bisher, bleibt aber stärkste Kraft. Viele Stimmen gingen nach ganz rechts und in die Mitte, an die neue liberale Zentrumspartei des früheren TV-Moderators Jair Lapid.

Wir haben unsere Nahostspezialistin Iren Meier gefragt, ob sie ein solches Resultat erwartet habe.

Beiträge

  • «Zentrum der israelischen Gesellschaft atmet auf»

    In Israel atmeten die Wählerinnen und Wähler der politischen Mitte nach der Wahlschlappe von Premierminister Benjamin Netanjahu auf, sagt Carlo Strenger, Psychologieprofessor an der Universität Tel Aviv und Kolumnist der linksliberalen israelischen Zeitung Ha'aretz und der Neuen Zürcher Zeitung. Netanjahu müsse in einer künftigen Koalitionsregierung voraussichtlich auch die liberale Zentrumspartei einbinden. Das mässige die Politik des Hardliners, es mache aber auch die Regierung instabil.

    Andreas Lüthi

  • «Palästinenser haben keine Hoffnungen auf Veränderung»

    Die Palästinenser versprächen sich von den neuen politischen Kräfteverhältnissen in Israel kaum etwas, sagt René Wildangel von der deutschen Heinrich Böll Stiftung in Ramallah.

    Auch die neue liberale Zentrumspartei werde bei einer allfälligen Regierungsbeteiligung die Perspektiven der Palästinenser wenig verbessern.

    Andreas Lüthi

Moderation: Karin Britsch, Redaktion: Simone Weber