«Jeder General wird solche Systeme einsetzen wollen»

Die britische Tageszeitung «Guardian» zeichnet ein düsteres Zukunftsbild: Bei Kriegen würden schon bald immer häufiger Maschinen und Roboter eingesetzt. Diese würden nicht mehr ferngesteuert wie zum Beispiel bei Drohnen, sondern sie würden autonom entscheiden, ob und auf wen sie schiessen würden.

Ein etwa hüfthohes Raupenfahrzeug, bestückt mit Gewehren und Raketenwerfern. Dahinter stehen Menschen in Tarnuniform.
Bildlegende: Ein bewaffneter Militärroboter an einer Ausstellung in Kalifornien. Reuters (Archiv)

In der UNO gibt es zwar besorgte Stimmen, die in Kriegsrobotern eine grosse Gefahr sehen. Aber alle Bestrebungen, Kriegsroboter zu verbieten, sind ohne Erfolg geblieben.

«Man darf nicht vergessen, die grösste Gefahr noch immer von den klassischen Wasserstoffbomben ausgehen, die schon Jahrzehnte alt sind.»

Jürgen Schmidhuber leitet das Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz in Lugano. Er erklärt im Gespräch, warum er diese Art der Kriegsführung keineswegs für Zukunftsmusik hält.

Autor/in: Melanie Pfändler, Redaktion: Philippe Chappuis