Londons U-Bahn wird 150 Jahre alt

Jedes Jahr bewegt die «Tube» über eine Milliarde Menschen auf einem Streckennetz von über 400 Kilometern.

Gespräche über die Spuren der U-Bahn in der Literatur, über die nächsten 150 Jahre der «Tube» und über das Nein des Zürcher Stimmvolkes 1973 zu einer U-Bahn in Zürich.

Beiträge

  • Die «Tube» - eine «Beleidigung des gesunden Menschenverstandes»?

    Sie gehört zum Inventar der Stadt wie der Big Ben oder der Buckingham Palast: Die Londoner U-Bahn, die «Tube». Heute vor 150 Jahren fuhr die erste U-Bahn der Welt vom Bahnhof Paddington nach Farringdon.

    Afra Gallati

  • Die Faszination mit der «Tube» in der Literatur

    Während ihrer 150-jährigen Geschichte hat die U-Bahn auch in der Literatur Spuren hinterlassen. Gesammelt hat diese Tobias Döring, Professor für englische Literaturwissenschaft in München.

    Vor zehn Jahren hat Döring ein Sammelband mit Gedichten und Kurzgeschichten von 18 verschiedenen Autoren herausgegeben.

    Als die Londoner vor 150 Jahren plötzlich unter ihrer Stadt fahren konnten, waren sie zugleich fasziniert - aber auch verängstigt, erklärt Tobias Döring im Gespräch.

    Rino Curti

  • Hält die U-Bahn weitere 150 Jahre?

    Die 150 Jahre merkt man der «Tube» auch an: Es zwickt und zwackt an allen Ecken und Enden. Ständig funktionieren Weichen nicht. Ständig entgleisen Züge. Und ständig fallen Signalanlagen aus.

    Hält die Londoner U-Bahn so noch einmal 150 Jahre durch? Antworten von Pit Wuhrer, der freie Journalist schreibt seit bald 20 Jahren über Grossbritannien.

    Christoph Kellenberger

  • Warum Zürich heute keine U-Bahn hat

    Alle grossen Städte der Welt haben heute eine U-Bahn. Vor 40 Jahren hätte Zürich beinahe auch eine U-Bahn erhalten. Die Pläne waren gemacht, die Arbeiten hatten schon begonnen - doch dann scheiterte das Vorhaben am Nein des Zürcher Stimmvolkes. Das war 1973.

    Ausschlaggebend für das Nein waren die hohen Kosten, aber auch die Angst vor Mehr-Verkehr. Diese Gründe seien auch heute noch nachvollziehbar, sagt Ulrich Weidmann, Verkehrsforscher an der ETH Zürich.

    Rino Curti

Redaktion: Barbara Peter