Nazi-Verbrechen vor Gericht

Die Verbrechen in Nazi-Deutschland sollen diese Woche nochmals aufgearbeitet werden. Vor Gericht in Neubrandenburg steht ein 95-jähriger Mann. Er hat im Konzentrationslager Auschwitz als Sanitäter gearbeitet und soll in dieser Funktion in über 3600 Fällen Beihilfe zum Mord geleistet haben.

Stacheldrahtzäune und Baracken des Konzentrationslagers Auschwitz.
Bildlegende: Auschwitz gilt als Synonym für die Konzentrationslager des Dritten Reiches und des Holocausts. Keystone

Ob der Prozess gegen den angeklagten KZ-Sanitäter tatsächlich stattfindet, ist aber offen. Die Verteidigung sagt, der Mann sei nicht mehr vernehmungsfähig.

Jens Rommel ist Leiter der Zentralen Stelle der Landsjustizverwaltungen in Ludwigsburg. Diese Stelle verfolgt seit Ende der 1950er Jahre Nazi-Verbrechen. Im Gespräch mit Deutschland-Korrespondent Peter Voegeli erzählt Jens Rommel, wie die deutsche Justiz heute mit Nazi-Verbrechen umgeht.

Autor/in: Peter Voegeli, Redaktion: Stefan Kohler