Panama Papers: «Spuren in die Schweiz erstaunen nicht»

«Panama Papers»: So heisst der jüngste Fall eines riesigen Datenlecks. Emails, Bankdaten, Texte und Bilder der Anwaltskanzlei «Mossack Fonseca» in Panama wurden vor über einem Jahr anonym den Medien zugespielt. Nun haben Journalisten aus fast 80 Ländern diese Daten ausgewertet.

Diese Dokumente der Kanzlei «Mossack Fonseca» bringen Spitzenpolitiker und Sportstars in Erklärungsnot. Und sie sollen Aufschluss darüber geben, wie Finanzgeschäfte mit Briefkastenfirmen funktionieren.

Beiträge

  • «Verweise in die Schweiz erstaunen nicht»

    Eine Offshore-Gesellschaft zu gründen, sei nicht illegal und es gebe durchaus ehrenwerte Gründe dafür, sagt Daniel Thelesklaf, Experte für Geldwäscherei. Aber für Anbieter stellen sich sehr hohe Anforderungen. Panama profitierte von einer immer strengeren Regulierung in Europa.

    Spuren in die Schweiz dürfte es allerdings dennoch geben.

    Barbara Widmer

  • «Für den isländischen Regierungschef ist es ein Supergau»

    Die sogenannten «Panama-Papers-Recherchen» könnten auch in Island ein politisches Erdbeben auslösen. Denn durch das Datenleck gerät Islands Regierungschef Sigmundur David Gunlaugsson massiv unter Druck.

    Bereits werden Rücktrittsforderungen an die Adresse Gunlaugssons laut, denn auch er war ins Offshore-Geschäft verwickelt. Bruno Kaufmann, SRF-Nordeuropa-Mitarbeiter, sagt, dass der isländische Premier offenbar sehr stark verstrickt sei in diese Offshore-Geschäfte.

    Philippe Chappuis

Redaktion: Claudia Weber