Prozess gegen Aktivisten: «Russland will das Gesicht wahren»

Die russische Justiz hat die Anklage gegen 30 inhaftierte Greenpeace-Aktivisten abgeändert. Der Vorwurf lautet nun nicht mehr «bandenmässige Piraterie», sondern «Rowdytum». Das ist vor allem eine Reaktion auf die internationale Kritik.

Demonstration in Moskau für die Freilassung der Greenpeace-Aktivisten.
Bildlegende: Demonstration in Moskau für die Freilassung der Greenpeace-Aktivisten. Keystone

Den Aktivisten wird der Prozess gemacht, weil sie gegen die Ölbohrungen des russischen Unternehmens Gazprom in der Arktis protestiert hatten. Die Höchststrafe für «Rowdytum» ist mit 7 Jahre allerdings deutlich tiefer als für «Piraterie» (15 Jahre). 

Russland-Korrespondent Peter Gysling sagt im Gespräch, was hinter der Abmilderung der Anklage steckt.

Autor/in: Philippe Chappuis