Pumpspeicherkraftwerk Linthal geht ans Netz

Der Energiekonzern AXPO eröffnet sein Pumpspeicherkraftwerk Linthal im Kanton Glarus, an dem er 10 Jahre gebaut hat. Die Euphorie hält sich allerdings in Grenzen, denn in den ersten Betriebsjahren wird das Kraftwerk nicht rentabel sein.

Im Inneren des Pumpspeicherkraftwerks Linthhal steht ein grosser Transformator: Eine Art grauer Container mit mehreren Behältern, Leitungen und Kondensatoren.
Bildlegende: Der Transformator in der Trafokaverne im Pumpspeicherkraftwerk. Keystone (Archiv)

«Der Markt hat sich stark verändert», sagt Rolf Wüstenhagen, Professor für Energiefragen an der Universität St. Gallen, «die Situation, als man sich zu diesem Bau entschied, war eine grundlegend andere.» Seither seien die Strompreise deutlich gesunken.
Dennoch können solche Projekte Sinn machen. Denn die Betriebsdauer eines solchen Kraftwerkes liege bei 80 Jahren. Da könne noch einiges passieren, so Wüstenhagen: «für solche Projekte spricht, dass wir in einem zukünftigen Strommarkt einen höheren Anteil von erneuerbare Energien erwarten können.»

Autor/in: Claudia Weber, Redaktion: Philippe Chappuis