Reaktionen auf die Freigabe der Südafrika-Akten

Nach 11 Jahren Sperre sind die Akten über die Schweizer Beziehungen zum Apartheid-Regime in Südafrika wieder einsehbar. Laut dem Bundesrat bestehe nun kaum mehr Gefahr, dass Schweizer Firmen noch in Sammelklagen verwickelt werden könnten.

Der Basler Historiker Georg Kreis zeigt sich im Gespräch erfreut, der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse hingegen steht der Freigabe der Akten kritisch gegenüber.

Beiträge

  • «Studie würde heute konkreter»

    Der Basler Historiker Georg Kreis hat im Auftrag des Bundesrates die Beziehungen zwischen der Schweiz und Südafrika untersucht. Er erläutert, wie anders seine Studie aussehen würde, wenn er die jetzt wieder zugänglichen Akten zur Verfügung gehabt hätte.

    Simone Weber

  • «Zeitpunkt für die Öffnung der Archive ist falsch»

    Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse findet es keine gute Nachricht, dass die Akten über die Schweizer Beziehungen zum Apartheid-Regime in Südafrika nun wieder einsehbar sind.

    Erich Herzog von der Economiesuisse sagt, Schweizer Unternehmen stünden derzeit schon genug im internationalen Fokus.

    Marc Allemann

  • «Ich erwarte Informationen zur Rolle der Nationalbank»

    Der Historiker und Vizepräsident der Grünen Partei Jo Lang hat die Einsicht der Südafrika-Akten immer wieder gefordert - auch mit politischen Vorstössen. Von der Öffnung verspricht er sich neue Informationen zur Rolle der Banken.

    Roland Wermelinger

Redaktion: hert/webs