«Russland sendet ein politisches Signal aus»

Russische Kampfjets sind am Wochenende offenbar gleich zwei Mal über türkisches Gebiet geflogen. Kein Grund für «Alarmismus», meint ein Experte.

Auf dem Bild ist ein Kampfjet des Typs SU-30 der russischen Luftwaffe zu sehen, hier bei einer Flugshow nahe Moskau am 25. August 2015.
Bildlegende: Mit einem Kampfjet des Typs SU-30 (Bild) soll Russland am Wochenende in den türkischen Luftraum eingedrungen sein. Keystone

Nach einer ersten Verletzung des Luftraums am Samstag sei auch am Sonntag wieder ein Kampfflugzeug an der Grenze zu Syrien über türkisches Gebiet geflogen, heisst es aus dem türkischen Aussenministerium.

Markus Kaim, Experte für Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) meint zu den Vorfällen: «Es ist offensichtlich zu einer Regel der russischen Luftwaffe geworden, die Fähigkeiten anderer Nationen bei der Luftabwehr zu testen».

Der NATO-Kenner sieht im russischen Eindringen in den türkischen Luftraum denn auch in erster Linie eine Machtdemonstration, wie er im Gespräch mit Radio SRF 4 News erläutert.

Moderation: Barbara Peter, Redaktion: Roger Aebli