Schweizer Demokraten vor dem Aus

Seit geraumer Zeit verliert die rechte Kleinpartei an Einfluss. Nun sieht gar Präsident Rudolf Keller die Schweizer Demokraten am Ende.  

Abstimmungsplakat zur Schwarzenbach-Initative 1970
Bildlegende: Abstimmungsplakat zur Schwarzenbach-Initative 1970 Keystone

«SD muss neu erfunden werden», schreibt Keller im Parteiblatt. Seit den sechziger Jahren sassen Vertreter der Schweizer Demokraten im Nationalrat und profilierten sich hauptsächlich mit Themen wie Überfremdung und Neutralität. 2007 verlor die Partei den letzten Sitz im Nationalrat, bei den Gesamterneuerungswahlen 2011 erzielten die SD noch einen Wähleranteil von 0,2%.  

Entsprechend analysiert Parteipräsident Keller, die Partei sei in ihrer politischen Wirkung fast tot, es bleibe nichts anderes übrig, als die Schweizer Demokraten zu beerdigen. Ganz aufgeben will Keller jedoch nicht. Er wünscht sich einen Neuanfang der Partei unter neuem Namen und mit neuem Programm.

Der Politologe Georg Lutz hält dies für wenig realistisch, denn die Partei sei in den vergangenen Jahren tatsächlich marginal geworden, auch wegen der Erfolge der SVP.

Moderation: Lorenzo Bonati, Redaktion: Nadja Ruch