Schweizer Greenpeace-Aktivist muss in Russland in U-Haft bleiben

Mit einer spektakulären Aktion wollten 30 Greenpeace-Aktivisten - darunter auch ein Schweizer - die Aufmerksamkeit der Welt gewinnen: In der russischen Arktis versuchten sie eine Erdölplattform zu erklimmen, um mit Transparenten auf die Gefahren für die Umwelt hinzuweisen. 

Doch die Aktivisten zahlen einen hohen Preis. Ein russisches Gericht hat für 22 von ihnen zwei Monate Untersuchungshaft angeordnet. Im schlimmsten Fall drohen ihnen wegen «bandenmässiger Piraterie» bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Beiträge

  • «Der Vorwurf der Piraterie ist absurd»

    Der Vorwurf sei der Piraterie sei absurd, sagt Christian Engeli Kampagnenleiter bei Greenpeace Schweiz. Greenpeace rechne aber immer damit, dass es von den Behörden her scharfe Reaktionen gebe. Das sei der Preis für weltweite Aufmerksamkeit.

    Rino Curti

  • «Die Dauer der U-Haft ist völlig unverhältnismässig»

    Die 2 Monate Untersuchungshaft seien völlig unverhältnimässig sagt SRF-Korrespondent Peter Gysling in Moskau. Schliesslich gebe es auch nichts zu untersuchen.

    Barbara Peter

Autor/in: Salvador Atasoy, Redaktion: Samuel Wyss