«Solche Vorwürfe gegen einen gossen Finanzplatz sind fast normal»

Die US-Justiz ermittelt gegen einen liechtensteinischen Financier. Dieser soll seine Dienste der mexikanischen Mafia angeboten haben, um Drogengelder reinzuwaschen.

Daniel Thelesklaf in einem Fernsehinterview vor einem hellblauen Hintergrund.
Bildlegende: Er leitet Thelesklar leitet die Anti-Geldwäschereibehörde im Fürstentum Liechtenstein. SRF (Archiv)

Daniel Thelesklaf ist Geldwäscherei-Experte und leitet die Stabsstelle Financial Intelligence Unit des Fürstentums. Sein Team ist daran, die Vorwürfe zu untersuchen. Im Moment lassen sich die Anschuldigungen nicht beweisen. Generell kommt Thelesklaf aber zum Schluss: «Geldwäscherei ist noch immer sehr lukrativ in der Schweiz», es lasse sich viel Geld verdienen.

Mir wäre es wesentlich unwohler, wenn man nie von solchen Fällen hören würde.

Daniel Thelesklaf hält er es für fast schon normal, dass solche Vorwürfe erhoben werden. Liechtenstein und die Schweiz seien grosse und professionelle Finanzplätze. Das würde für andere Finanzplätze wie Grossbritannien oder die USA ebenso gelten.

Autor/in: Tina Herren, Redaktion: Philippe Chappuis