Ungarn: «Das Denkmal bildet die Geschichte nur ungenügend ab»

Ungarn gedenkt am Mittwoch der deutschen Okkupation vor 70 Jahren. Die jüdische Gemeinde erinnert mit einer Veranstaltung an den Beginn der Besetzung. Möglicherweise wird es auch Aufmärsche von rechten Gruppierungen geben.

Kerze vor einer Liste mit Namen der Opfer des Nationalsozialismus.
Bildlegende: Ein weiteres Mahnmal für die Opfer der deutschen Besatzung in Budapest. keystone

Aber das offizielle Ungarn hält sich heute weitgehend still, denn das eigentlich geplante Gross-Ereignis findet nicht statt. Die ungarische Regierung wollte ursprünglich ein Denkmal einweihen, das an die Besetzung durch Nazi-Deutschland erinnert hätte. Die ganze Sache sei von Anfang an unter einem schlechten Stern gestanden - es gehe um Geschichtsklitterung, sagt unser Korrespondent Marc Lehmann.

Autor/in: Salvador Atasoy