Wissensstadt in Ecuador: «Ein sehr ehrgeiziges Projekt»

«Yachay» ist ein Wort aus der lateinamerikanischen Quechua-Sprache und bedeutet Wissen. Es ist auch der Name eines gigantischen Projekts des ecuadorianischen Präsidenten Correa. Er will nämlich den grössten Technologie-Campus in Lateinamerika erschaffen. 30'000 Studierende sollen dort wohnen.

Auf dem Bild ist die Bibliothek der «Wissensstadt» Yachay zu sehen
Bildlegende: In Ecuador soll das künftige Sillicon Valley der Anden entstehen. Der grösste Technologie-Campus Lateinamerikas für 30'000 Studenten. Sandra Weiss

Der erste Eindruck aus der Ferne ist pompös. Riesige, weisse Lettern im Stile Hollywoods stechen aus der ockerbraunen Andenlandschaft hervor und machen auf das jüngste Lieblingsprojekt von Ecuadors Präsident Rafael Correa aufmerksam: «Yachay». Das künftige «Silicon Valley der Anden» in der Provinz Urcuquí ist ein einziger Superlativ. Aus der ehemaligen Zuckerhacienda eines Expräsidenten, auf der einst versklavte Tagelöhner schufteten, soll die erste Retortenstadt Lateinamerikas seit Brasilia werden.

Autor/in: Erich Wyss, Redaktion: Claudia Weber