Zwischen den Schlagzeilen - Thailand: «Der Ton wird giftiger»

Thailand im Südosten von Asien hat turbulente Jahre hinter sich. Seit 2006 ist das Land geteilt in zwei politische Lager, die Rothemden und die Gelbhemden. Nach einer ruhigen Phase in den letzten zwei Jahren nehmen die Spannungen jetzt wieder zu, sagt unser Korrespondent Urs Morf.

Protestierende in Bangkok.
Bildlegende: Protestierende in Bangkok. Keystone

2006 hat die Armee die Regierung des populistischen Millionärs Thaksin Shinawatra gestürzt. Der Putsch liess einen Graben in der Gesellschaft entstehen. Hier die Unterstützer von Thaksin, die Rothemden, sie kommen aus ärmeren und ländlichen Schichten; dort die Gelbhemden, sie stehen für die bürgerliche Oberschicht in der Hauptstadt Bangkok und für die Monarchie.

Die Feindseligkeit zwischen diesen beiden Lagern führte 2010 zum Eklat: die Rothemden verbarrikadierten sich in der Hauptstadt Bangkok. Die Regierung fuhr daraufhin die Panzer auf, und es kam zu Zusammenstössen mit Duzenden Toten. Die Folge war ein Regierungswechsel. An die Macht kam die Schwester von Thaksin, Yingluck Shinawatra.

Seither hört man nicht mehr viel von diesem Konflikt in Thailand. Doch unter der Oberfläche brodelt es immer stärker, sagt SRF-Ostasien-Korrespondent Urs Morf im Gespräch.

Autor/in: Urs Gilgen