Steil, wild und rau: das Calancatal

2014

«SRF bi de Lüt – Wunderland» zeigt eine Talschaft, die zu den urtümlichsten Gegenden der Schweiz zählt: das Calancatal.

Aufgrund der Sprache der Einheimischen wird das Calancatal häuftig dem Tessin zugeschlagen. Doch es gehört seit Jahrhunderten zum Bündnerland. Nur die Hälfte des Tals ist ganzjährig bewohnt. Der andere, hintere Teil bietet einsame Wege, unberührte Natur und majestätische Berge.

Niks Weg beginnt bei der Mündung des Flusses Calancasca im Süden und führt ihn nordwärts. Auf dem Weg zum Sass de la Scritüra durchquert er mehrere malerische Dörfchen. Er wandert auf der neugeschaffenen Via Calanca bis zum hintersten Talkessel. Auf dem Weg mutiert er in einem Gneis-Steinbruch kurzzeitig zum Sprengmeister. Er trifft eine Schulklasse, die einen einwöchigen Arbeitsdienst leistet. Und er begegnet einer Herde Geissen, die die steilen Hänge frei beweidet.

Calanca bedeutet im ursprünglichen Dialekt «steil», was angesichts der aufragenden Flanken des Tals einleuchtet. Die wilde und raue Natur prägt das Leben der Einheimischen. Wer hier leben will, muss damit umgehen können. In den letzten Jahrzehnten haben sich hier auch viele Deutschschweizer angesiedelt. Dies konnte die Abwanderung ein wenig auffangen.

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